

© Prof. Dr. med. Dominique de Quervain
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain – Stressforscher und Neurowissenschaftler für Stress, Gedächtnis und Angst
Keynote · VortragDE · EN
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain auf der Bühne
Biografie
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain: Stress, Gedächtnis und Angst
Dominique de Quervain erforscht seit über 25 Jahren, wie Stress und Stresshormone unser Gedächtnis verändern. Als Stressforscher und Professor an der Universität Basel leitet er die Division of Cognitive Neuroscience und ist Co-Direktor des Forschungsclusters Molecular and Cognitive Neurosciences (MCN). Ergebnisse seiner Forschung erschienen unter anderem in Nature, Science und Nature Neuroscience.
Vom Medizinstudium zur Hirnforschung
De Quervain schloss 1996 sein Medizinstudium an der Universität Bern ab und promovierte 1998 zum Dr. med. Als Hirnforscher arbeitete er an der University of California, Irvine, an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel und an der Universität Zürich. Seit 2009 arbeitet er an der Universität Basel als ordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät.
Wie Stresshormone das Erinnern blockieren
1998 zeigte er in einer Nature-Studie im Tiermodell, dass Stress durch die Freisetzung bestimmter Stresshormone den Abruf von Erinnerungen hemmen kann. Zwei Jahre später wies er einen entsprechenden Effekt beim Menschen nach. Das hilft zu erklären, warum uns in einer Prüfung oder Präsentation plötzlich etwas nicht einfällt, das wir eigentlich gut wissen. Später untersuchte seine Forschungsgruppe, wie sich diese Erkenntnisse für die Behandlung von Phobien und posttraumatischen Belastungsstörungen nutzen lassen.
Gedächtnisgenetik und Virtual Reality
Als Neurowissenschaftler untersucht er gemeinsam mit Andreas Papassotiropoulos die genetischen Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses und sucht nach neuen Ansatzpunkten für Medikamente zur Behandlung von Gedächtnisstörungen. In jüngerer Zeit erforscht er, wie Virtual Reality gegen Angst helfen kann, zum Beispiel gegen Vortragsangst.
Auszeichnungen und Netzwerke
- Pfizer-Preis für Neurowissenschaften (2006)
- Robert-Bing-Preis der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (2007)
- Fellow der Association for Psychological Science (2010)
- Cloëtta-Preis, gemeinsam mit Andreas Papassotiropoulos (2013)
- Optimus-Agora-Preis des Schweizerischen Nationalfonds für das Wissenschaftskommunikationsprojekt «Stress», gemeinsam mit Carmen Sandi (2020)
- Mitglied des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (2015 bis 2025)
- Mitgründer und Co-Präsident des Swiss Stress Network und des Global Stress & Resilience Network
Stressforschung für den Arbeitsalltag
Auf der Bühne verbindet der Stressforscher eigene Entdeckungen mit Fragen aus dem Arbeitsalltag: Warum vergessen wir unter Druck, was wir wissen? Und welche Massnahmen gegen chronischen Stress sind wissenschaftlich gut belegt? Er spricht auf Deutsch und Englisch, etwa bei TEDxBasel oder am APS Presidential Symposium vor rund 1000 Zuhörenden.
«Stress ist nicht einfach gut oder schlecht. Entscheidend ist, wann er uns hilft – und wann er uns schadet.»
Was Ihr Publikum von Dominique de Quervain mitnimmt
Dominique de Quervain bringt Forschung aus erster Hand auf die Bühne – verständlich und ohne Patentrezepte. Je nach Vortragsschwerpunkt erfahren die Teilnehmenden:
- warum wir unter Stress manchmal einen Blackout erleben, wann Stress hilfreich sein kann und wie sich akuter von chronischem Stress unterscheidet.
- welche Möglichkeiten zum Umgang mit Stress wissenschaftlich gut belegt sind und wo einfache Lösungen an ihre Grenzen stossen.
- warum sich manche Menschen aussergewöhnlich gut erinnern können und warum Vergessen auch wichtig ist.
- wie neue Lernerfahrungen und Virtual Reality zur Verringerung von Vortragsangst beitragen können.
Passend für Mitarbeitendenanlässe, Mental Health Days, Führungskräftekonferenzen, Kundenveranstaltungen und Wissenschaftsevents.
Häufig gebuchte Vorträge von Prof. Dr. med. Dominique de Quervain
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain passt Vorträge individuell an Ihre Veranstaltung an.
Warum fällt uns unter Stress plötzlich nicht mehr ein, was wir eigentlich gut wissen? Und warum prägen sich emotional aufgeladene Erlebnisse besonders stark ein? Dominique de Quervain zeigt anhand eigener wissenschaftlicher Entdeckungen, wie Stress und Stresshormone das Gedächtnis beeinflussen.
Dabei wird deutlich: Stress ist nicht grundsätzlich gut oder schlecht. Je nach Situation kann er uns helfen, Herausforderungen zu bewältigen – oder unser Denken und Erinnern beeinträchtigen. Der Vortrag beleuchtet auch, welche Folgen chronischer Stress für Gehirn und Gesundheit haben kann, und zeigt, welche Massnahmen zur Stressreduktion wissenschaftlich gut belegt sind.
Herzrasen, Blackouts, Angst vor negativer Bewertung: Ein Auftritt vor Publikum kann selbst gut vorbereitete Menschen verunsichern. Dominique de Quervain erklärt, wie Vortragsangst entsteht und wie neue, positive Lernerfahrungen helfen können, sie zu verringern.
Anhand eigener Forschungsarbeiten zeigt er, welches Potenzial Virtual Reality bietet, um Vortragssituationen zu üben und Vortragsangst abzubauen. Zudem stellt er ein gemeinsam mit dem Speech Coach Melchior Glatthard entwickeltes VR-Programm zum Training von Vortragsfähigkeiten vor.
Manche Menschen erinnern sich an fast jeden Tag ihres Lebens. Was steckt hinter solchen aussergewöhnlichen Gedächtnisleistungen? Dominique de Quervain nimmt das Publikum mit in die faszinierende Welt der Gedächtnisforschung. Er erklärt anschaulich, welche Faktoren unsere Erinnerungsfähigkeit beeinflussen, und berichtet von der Entdeckung einer seltenen Genvariante bei einem Menschen mit aussergewöhnlichem autobiografischem Gedächtnis.
Am Ende steht eine grundlegende Frage: Warum vergessen wir überhaupt – und welche Vorteile kann das haben?
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain in Video und Podcast
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Dominique de Quervain hält Keynotes und Vorträge auf Deutsch und Englisch. Seine Themen sind Stress und Gedächtnis, Vortragsangst und Virtual Reality sowie die Genetik des Gedächtnisses.
Ja, akuter Stress kann den Abruf von Erinnerungen vorübergehend hemmen. Dominique de Quervain hat diesen Effekt von Stresshormonen 1998 in einer Nature-Studie im Tiermodell beschrieben und zwei Jahre später beim Menschen nachgewiesen. In seinem Vortrag „Stress im Kopf“ erklärt er, warum uns unter Druck Bekanntes nicht einfällt.
Vortragsangst lässt sich durch neue, positive Lernerfahrungen vor Publikum verringern. Dominique de Quervain erforscht, wie Übungen in Virtual Reality dabei helfen, und zeigt in seinem Vortrag „Auftritt unter Druck“, was die Neurowissenschaft dazu weiss.
Dominique de Quervain eignet sich für Mitarbeitendenanlässe, Mental Health Days und Führungskräftekonferenzen, aber auch für Kundenveranstaltungen, Firmenkonferenzen und Wissenschaftsevents. Er spricht wissenschaftlich fundiert und verständlich für ein breites Publikum.
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